Iran Massaker

Am 8. und 9. Januar 2026 haben die Sicherheitskräfte der Islamischen Republik auf ihre eigene Bevölkerung geschossen. In Teheran, Kermanshah und in Städten im ganzen Land. Das Internet war abgeschaltet, die Welt sah kaum hin, und als die Bilder endlich nach draußen kamen, zeigten sie gestapelte Leichensäcke. Wie viele Menschen getötet wurden, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Sicher ist: Es waren Zehntausende.

Dieser Podcast erzählt, was in diesen Tagen geschehen ist, und was davor und danach geschah. Wir fragen, wie ein Regime ideologisch so verfasst sein kann, dass es den Massenmord an Demonstrierenden für legitim hält. Wir verfolgen, wie aus Protesten gegen den Verfall des Rial ein landesweiter Aufstand wurde, und was eine Gesellschaft durchmacht, die nach Jahrzehnten der Repression erneut auf die Straße geht.

Vor allem aber geht es um Menschen. Um die, die dabei waren. Um Eltern, die ihre Kinder suchen. Um Ärztinnen, Augenzeugen, Überlebende, Angehörige. Ihre Geschichten stehen im Mittelpunkt, erzählt in ihren eigenen Worten.

Wir beschönigen nichts. Wir sprechen offen über Gewalt, Tod und Verlust, weil genau das verschwiegen werden sollte.

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In dieser ersten Folge sprechen wir über die tödliche Niederschlagung der Proteste im Iran am 8. und 9. Januar und darüber, was danach geschah: Verhaftungen, Hinrichtungen und der Kampf um Erinnerung. Wir ordnen die Proteste in die jüngere Geschichte des Landes ein – von Reformhoffnungen bis zur offenen Ablehnung der Islamischen Republik – und sprechen über die Bedeutung von Reza Pahlavi und der Löwe-und-Sonne-Flagge. Wie verlässlich sind die stark voneinander abweichenden Opferzahlen, wenn unabhängige Überprüfung kaum möglich ist? Uns geht es darum, die Menschen im Iran sichtbar zu machen und klar zu benennen, was bekannt ist – und was ungewiss...